MEIN SOCKENMOMENT - N ° 8




Mein Interview mit der lieben Sabine von Schachenmayr:


Liebe Alex, könntest Du Dich bitte kurz unseren Lesern vorstellen? Wie kamst Du zum Stricken, was bedeutet „Sinchens“ und welche Pläne hast Du?

Mein Name ist Alexandra, ich bin 26 Jahre alt und liebe es kreativ zu sein. Eigentlich bin ich Dipl. Juristin, allerdings habe ich mich entschlossen, in meinem Leben das zum Beruf zu machen, was mir am meisten Spaß macht - und das ist die Handarbeit. Im August 2018 ist es dann so weit, ich eröffne mein eigenes Wollgeschäft: „Sinchens – Das Strickcafé“.
‚Sinchen’ nennt mich übrigens meine Familie... Warum weiß ich selbst nicht, aber Alexandra ist anscheinend zu ‚streng’
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Gestrickt habe ich eigentlich seit der 5ten Klasse. Damals mussten wir eine Puppe stricken. Anfangs waren die Ergebnisse natürlich etwas ungleichmäßig, aber Übung macht ja den Meister.
Socken stricke ich, seitdem ich meine beste Freundin kenne. Ihre Mama ist die schnellste Sockenstrickerin der Welt! Damals habe ich ein selbstgestricktes Sockenpaar von ihr bekommen... Das war für mich so ein besonderes und persönliches Geschenk, dass ich das auch können musste! Deshalb habe ich mit dem Sockenstricken begonnen.
Allerdings habe ich mir das Sockenstricken selbst beibringen müssen, weil meine Oma in Australien gelebt hat und meine Mama (bis heute) noch nie Socken gestrickt hat. Mit einem guten alten Strickbuch ging das aber sehr gut
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Sich mit 15 selbst das Sockenstricken beibringen verdient Respekt! Was bedeuten Dir Stricksocken heute, wo strickst Du am Liebsten und was verbindest Du damit?

Mit selbst gestrickten Socken verbinde ich Heimat, Wohlfühlen und entspannte Stunden. Gemütlich zuhause auf der Couch oder vor dem Kamin sitzen, wenn es draußen stürmt oder schneit und bei einer Tasse Tee oder Glühwein einen gemütlichen Nachmittag mit Sockenstricken verbringen – das ist mein perfekter Sockenmoment!

Am liebsten stricke ich zwar auf unserer Couch, allerdings kann man Socken natürlich immer und überall stricken. Und man kann auch nie genug davon haben...

Mit dem Stricken von Socken verbinde ich aber vor allem Werte wie Liebe, Zuneigung und Wertschätzung! Ich selbst verschenke nur an einen ganz kleinen Kreis handgestrickte Sachen, weil so viel Zeit und Liebe in den Stücken steckt, dass ich diese Freude nur meinen Liebsten mache...

 

Ja, wer selbst strickt, weiß wie viel Zeit und Liebe in so einem Paar steckt … Gibt es denn eine bestimmte Art und Weise, wie Du Deine Socken am Liebsten strickst?

Ich habe schon viele verschiedene Techniken ausprobiert ... ‚Toe up’, Beide Socken auf einer Rundstricknadel, Boomerangferse, Käppchenferse ...

Aber am liebsten stricke ich vom Bündchen aus jeden Socken einzeln mit einem Nadelspiel mit Boomerangferse. Gerne einfach glatt rechts, und wenn es etwas ganz Besonderes werden soll, wage ich mich gerne an anstrengende Muster, wie z.B. das Design R0292 aus dem Socks Moments Magazin 001.

 

Hast Du dabei auch eine Präferenz, was das REGIA-Garn angeht?

Ich bin sehr verliebt in die REGIA Pairfect ARNE & CARLOS Edition! Aber ich stricke auch gern mit Uni Farben, vor allem für Muster! Zudem gefällt mir die neue REGIA Season Color richtig gut! Die limitierte Edition wurde ja speziell für die Weihnachtszeit entwickelt und das Sortiment besteht aus drei Effekten in drei Farbstellungen: Classic in den Farben rot und grün, Candy in poppigen Süßigkeiten-Farben und Natural im skandinavischen Stil.

 

Ja, wir haben das Weihnachts-Sortiment rausgebracht, und Du hattest eine super Idee, die genau dazu passt. Erzählst Du uns etwas mehr darüber?

Gerne!
Ich dachte mir, wenn man sich schon so viel Mühe macht, für einen geliebten Menschen Socken zu stricken, wäre es doch eine tolle Idee, diese auch angemessen zu verpacken. An Weihnachten kann man da auch tolle Motive verwenden, deshalb habe ich mir  folgendes ausgedacht:

In einem Einwegglas (z.B. von IKEA) kann man sowohl fertig gestrickte Socken, also auch einen Woll-Knäuel verpacken. Für manche ist es ja auch eine Freude, selbst zu stricken.
Allerdings macht ein Einwegglas nicht so viel her und aus diesem Grund habe ich mir überlegt, die Gläser mit Motiven zu umhäkeln. Ich habe zwei Varianten ausgearbeitet. Einmal ‚Rudolf’ und einmal ein Einhorn. Aus dem Grundkörper kann man natürlich auch andere Motive häkeln, wie zum Beispiel einen Weihnachtsmann.
Meine Idee war es, die gehäkelten Bänder nach dem Auspacken abmachen zu können und an ein anderes Glas zu binden. Vor allem für Kinder ist das eine tolle Sache.

Etwas schlichter ist meine zweite Idee: Sockenkartons mit einem kleinen Schaufenster. Dann braucht man nur noch eine Schleife binden oder einen Pompon aus den Sockenresten aufkleben. Durch das kleine Schaufenster kann man dann gut sein Muster oder tolle Farbverläufe zeigen.

Die Anleitungen für beide Verpackungsideen könnt ihr euch ganz unten auf dieser Seite herunterladen!

 

Das sind wirklich schöne Anregungen, von denen unsere Community sicher profitieren wird. Neben dem Stricken und häkeln bist du also auch anderweitig sehr kreativ. Wie wirst Du diese unterschiedlichen Talente in Deinen Wollladen mit einfließen lassen?

Ich finde es ganz wichtig, dass in unserer Gesellschaft die Handarbeit nicht vergessen wird! Mir liegt es auch besonders am Herzen die jungen Mädchen und auch Jungen für ein Hobby (neben Handy und Computer) zu begeistern und so eine Möglichkeit zu schaffen, eigenen Talente zu entdecken.

Mein Wollgeschäft wird deshalb ein freundlicher, moderner und gemütlicher Ort sein, an dem man sich geborgen fühlt. Dazu gehört nach meinem Empfinden Kaffee, Tee und leckerer Kuchen. Deshalb integriere ich ein kleines Café und versuche mit pfiffigen Strickmodellen die Kreativität der Kunden anzuregen. Vor allem finde ich es extrem wichtig, dass man in einem Handarbeitsgeschäft die Möglichkeit hat, sich als Kunde Zeit zu nehmen. Zeit zum Zeitschriften durchstöbern, zum Anfassen der Wollqualiäten und gemütlichen zusammensitzen mit Gleichgesinnten.

In regelmäßigen Abständen wird es ungezwungene Strick- und Häkelabende geben, an denen jeder an seinen eigenen Projekten arbeitet. Daneben wird es aber auch ein umfangreiches Workshop-Angebot geben, damit jeder die Möglichkeit bekommt, Neues zu lernen. Man lernt ja im Leben bekanntlich NIE aus J

 

Liebe Alex, das klingt wunderbar und sehr vielversprechend! Wir bedanken uns für Deine Bastel-Ideen und wünschen Dir viel Erfolg für Dein Herzensprojekt!


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Anleitung - Socken im Glas
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Anleitung - Sockenschachteln
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